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Kafka, Franz (1883-1924) Gedanken zu

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Kafka wurde genauso schon damals von seinem Vater nicht verstanden, und dadurch verachtet, verspottet, gehaßt.
Der 29 jährige Kafka notierte, daß er beim Vorlesen seiner Erzählung "Das Urteil" am Schluß den Tränen nahe war. Er hatte, in seiner Kindheit mit allem was ihm beschäftigte, alleine gelassen, einen großen Drang zu reden.
Die Mutter Kafkas wird sehr still und gütig dargestellt.(in der Literatur) Sie hatte selber im Alter von drei Jahren ihre Mutter und auch ihre Großmutter verloren. Sie blieb ihr ganzes Leben ein stilles gefügiges Kind ihres Vaters und später ihres Mannes.

Kafkas Werke zeigen uns, wie ein Kind seiner Erlebnisintensität der Gefühle ausgesetzt ist, wenn niemand ihm beistehen kann. Kafka war in seiner Kindheit dem machtfreudigen Hauspersonal völlig ausgeliefert. Demütigungen von "oben" wurden an ihm weitergegeben. Es entwickelte sich in ihm eine Sehnsucht (Hunger->Hungerkünstler) nach zuhörenden Menschen. Diesen Respekt kann man einem Kind nur dann zuteil werden lassen, wenn man sich selber als Person ernst nimmt. Dazu war nun seine Mutter unfähig. Das zeigt sich auch in einem Brief an Felice worin er betont wieviele Menschen gekommen sind ihn zuzuhören. Seine Mutter hörte ihm nicht zu - jetzt hören ihm aber viele zu. Allerdings hat er Angst davor nicht verstanden zu werden. (zeigt sich in seinen Vorlesungen und in einem Traum, wo er träumt nicht eigene, sondern Flauberts Werke vorzutragen) Ein Kind schämt sich, wenn es vergeblich um Verständnis geworben hat. In den Briefen an den Vater zeigt sich wie ein sensibles Kind Situationen erleben kann, die für uns zwar normal sind, aber das Kind nicht weiß wie ihm geschieht: z.B. ein Jux, ein Spiel, eine Drohung an deren Ausführung man ja gar nicht denkt. Das Kind kann es jedoch nicht wissen, es wartet vielleicht täglich auf die angedrohte Strafe. (harmlose Szenen auf K.s Schulweg: Kindermädchen droht ihm beim Lehrer schlechtzumachen, als sie dies trotzdem nicht tut "vertröstet" sie ihn auf den nächsten Tag)
Auswirkungen:
Prozeß K. ist morgens noch im Bett als ihm der Prozeß anngedroht wird. (Analogie zu Schulkind) Die Beweisführung ist für ihn undurchsichtig... fühlt sich schuldig und bleibt doch alleine, weiß nicht wann der Prozeß ist,...
Schloß ähnlich wie oben; Frage: Wann wird er endlich ein legales Mitglied der Gemeinde. Landvermesser: Wie soll sich ein Kind die Tatsache erklären, daß dieselbe Mutter die dem Kind Liebe beteuert, den wahren Bedürfnissen gegenüber ahnungslos bleibt: er kann an sie nicht herankommen, so wie der Landvermesser nie an das Schloß herankommen kann. Kafka schildert im Schloß die unendlichen Anstrengungen eines Kindes, mit Hilfe des Verstehens aus der Einsamkeit herauszukommen und den Fluch der Isolierung zu durchbrechen; die Bemühungen bei bei den belanglosen, zufälligen Gesten und Worten der Dorfbewohner Zeichen des Wohlwollens oder Ablehnung des Schlosses zu erblicken; die Hoffnung endlich einmal einen Sinn in dieser absurden Welt ausmachen zu können - einen Sinn der einen tragen und in die Gemeinschaft der Schloßherrenschaft (Eltern!) einbeziehen kann.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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